Engadin-Tour
Ein sonniges Wochenende mit warmen Temperaturen war angesagt, und so konnten 14 Biker die individuelle Anreise am Freitag Richtung S-Carl unter die Räder des Autos nehmen. Das Velo ist ja noch auf dem Dach – oder war’s der Heckträger…
Eine interessante Truppe traf sich hier am Freitagabend in S-Carl, die sich nicht oder nur vereinzelt kannten. Da gab es ganz Junge so um die 18 Jahre, und auch etwas Ältere, nicht viel – nur so etwa 55 Jähre älter – nur der war aber sehr fit.
Beim gemeinsamen Abendessen im Hotel Major mit ausgezeichneter Küche hat uns Peter Rechsteiner noch die samstägliche & sonntägliche Route am Laptop aufgezeigt. Eine schöne, naturnahe Tour durch den Schweizer und italienischen Nationalpark. Auch einige Höhenmeter sind dabei und die Kilometer sind auch nicht ganz ohne.
Samstags Route:
S-Carl – Alp Astras – Pass de Costainas – Alp Champatsch – Lü – St. Maria – Val Mora – Lago S. Giacomo – Lago di Livigno – Livigno
Am Samstag um 9 Uhr nach der Bike-Kontrolle ging’s locker den Berg rauf, mit einem kurzen Tenü-Rast (es wurde doch allen zu warm), hatten wir doch unter 10 Grad gestartet. Mit kurzen Hosen flott weiter bis zur Alp Astras, dann ein kurzer Rast und gemeinsam ging’s über einen wundervollen Trail weiter.
Die Gruppe wurde nicht auf alt und jung oder fit weniger fit… verteilt, sondern es war eine ausgegliche, fröhliche und witzige Bike-Gemeinschaft. Peter hatte hier zuerst etwas bedenken.
Rasante Abfahren, rauhe Aufstiege, unvergessliche Natur, die Sonne und vereinzelte Mittagessen… Dort wo uns der Hunger plagte, wurde verpflegt. Gemeinsam trafen wir uns auf dem Gipfel zur Weiterfahrt durch das Val Mora. Unbeschreiblich, unvergesslich schön, diese Landschaft. Wer es nicht selber erleben durfte, sollte es in seinem Leben nicht verpassen!
Ohne Defekte und keinen Unfällen ging’s Richtung Livigno beim Stausee vorbei die Naturstrasse bergauf und anschliessend in rasanter Fahrt runter zum Lago, hier gab es das wohlverdiente Bier für die einen und die andern gaben sich zufrieden mit Cok und Linzer Torte…!
Livigno gegen Abend erreicht, suchen des Hotels, was nicht ganz einfach war, eine warme Dusche und ein ausgiebiges italienische Nachtessen mit Wein und Wasser / Pasta und Salaten / Fleisch und Eis. Nicht in dieser Reihenfolge, aber hätten wir gewusst, wie Steil die Berge am Sonntag sind, hätten wir wohl oder übel vielleicht nicht so viel gegessen.
Sonntägliche Biktour von Livigno – über den Pass Casanna (2694 m ü. M.) – Zernez – Lavin – Guarda – nach Scuol
Nach dem Frühstück und den ausgeruhten Bikes ging’s gemütlich zum wohl steilsten Aufstieg der Tour. Also es gab zwei – der Beni und der Rolf – die fuhren hoch mit Tretkraft. Die anderen, weislich nicht viel langsamer, nahmen den Weg unter die Füsse respektive schoben die
Räder. Ein kühler Wind vertrieb den Schweiss, es wurde ausgeruht, getrunken und gegessen und dann aber dann… ein Singeltrail runter, zuerst langsam um die Kurven, die Geschwindigkeit steigt an, das Wasser der Bäche spritzt in Fontänen und wäscht den Kuhdreck wieder runter. Da und dort ein Lächeln im Gesicht, alles in allem eine spassige Abfahrt bis zum Mittagshalt in Zernez.
Anschliessend weiter über Felder und Bergwege mit schönen Aussichten (hier hat jeder seine eigene Aussicht geniessen dürfen, oder Rolf?).
Die Umdrehungen der Kurbeln wurden langsamer und gemächlicher, lagen doch nach einer wundervollen 2-Tages-Tour die letzten Meter vor uns. Die Tour war organisiert durch Bike Trend Rechsteiner, Peter Rechsteiner und Benjamin Aebersold, einfach geniessen ohne Stress und Ausfälle jeglicher Art bleibt diese Tour sicher noch lange jedem in guter Erinnerung.
In eigener Sache.
Herzlichen Dank den Organisatoren für diese schöne Tour. Die Höhenmeter wie die Kilometer sowie die Fahrzeiten wurden explizit im Bericht nicht erwähnt, denn es war eine Genusstour geplant. Geniessen der Natur und der Kameradschaft und dies hat alles gepasst. Den Teilnehmern herzlichen Dank und alles Gute wünscht euch
Marcel
Geschrieben von Marcel mit Ideen von Rolf
Montag, den 08. Oktober 2012